Anderen eine Freude machen


Mich berühren die Krebserkrankungen anderer mehr als meine eigene, warum das so ist kann ich euch nicht sagen.
Aber was hilft besser gegen trübe Tage als ein paar farbige Socken.
Ein lächeln denen ins Gesicht zaubern, denen es gerade nicht so gut geht oder als Erinnerung an eine schöne zeit.

Das mein erstes paar GuteLauneGlücksSocken ihre Besitzerin nicht rechtzeitig erreicht haben, da sie an dem morgen als ich sie fertig gestrickt hatte verstorben ist, habe ich eigentlich immer noch nicht ganz verarbeitet.

Als ich in Bad Sooden/Allendorf war, dort den Wollladen aufgesucht habe und mit drei neuen Knäulen (war
ja nicht so das ich schon genug Wolle von daheim mitgenommen habe) das Geschäft verlassen habe, war mir sofort klar das erste paar Socken was ich aus einem dieser drei Knäuel stricke ist für eine liebe Freundin, die ein paar Wochen vor mir von ihrer AHB kam und mit der erneuten Diagnose Krebs umgehen musste/muss.

Und während ich eben ihr paar strickte, sagte schon manch eine „oh das ist aber schöne Wolle.“ wie es dort so ist, Verbindungen entstehen, Freundschaften werden geboren, Geschichten werden ausgetauscht.


Das nächste paar Socken wurde beendet, dieses mal für eine liebe Mitpatientin.
Montags habe ich sie weggeschickt und Dienstags waren sie schon bei ihr.

Und mein Mönchen hat ihre heute bekommen, ich kann zwar ihre dunklen Wolken nicht weg pusten aber ich habe doch etwas Sonnenschein bei ihr gelassen.

Nur leider stricke ich zu langsam, denn ich habe noch ein paar Menschen die ich mit meinen GuteLauneGlücksSocken beglücken möchte.
Eigentlich wollte ich mit meinen selbst gestrickten Socken im nächsten Jahr auf einen Koffermarkt aber ganz ehrlich. Mir ist das lächeln von Freunden viel wichtiger geworden.
Nun brauche ich nur noch etliche Knäuel Farbenfrohe Wolle.

Ich hab viel vor :) Vorausgesetzt mein Händchen spielt mit, denn in den letzten beiden Tagen schmerzt mir das Handgelenk schon arg. Aber ich glaube das kommt vom vielen Schreiben, denn viele Teile dieses Blogs schreibe ich mit der Hand vor und ein paar liebe Zeilen von mir bei meinen Freunden gehören einfach dazu (tippen und Ausdrucken kann ja jeder, außerdem ist es unpersönlich) und nu ist mein Händchen einfach überarbeitet.


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