Mein Leben mit Krebs (2)

Ich schaue nach oben und denke mir jeden Tag seit März diesen Jahres. DANKE
Egal wer da gerade oben von meinen Schutzengeln Überstunden gemacht hat und glaubt mir ich muss jede Menge Schutzengel gehabt haben, denn einer alleine hätte das nicht geschafft. Sie haben einen verdammt guten Job gemacht!

Ich bin ein Paradebeispiel dafür wie man es definitiv nicht macht, mir ist klar das es auch ganz anders hätte enden können. Ich würde es auch heute so nicht mehr machen davon mal abgesehen.

Aber lasst mich von beginn erzählen.

Denn meine Geschichte beginnt nicht im März sondern ein paar Jahre früher.
Also gehen wir mal  locker flockig 8 Jahre zurück.
Ja richtig gelesen 8 Jahre.

Ein paar Wochen zuvor kam ich aus dem Krankenhaus und hatte mal wieder eine Bauchop (wenn ich mich richtig erinnere war es wegen 20 cm Dünndarm Entfernung aber über meine Bauch Op's schreibe ich jetzt nichts weiter das würde den Rahmen sprengen und hat auch nichts mit Krebs zu tun) hinter mich gebracht.
Und manchmal kommen einfach zu viele Sachen zusammen.
Trennung vom Partner, eine schwere Depression, wie erwähnt eine Bauch Op und dann habe ich den Knoten in der Brust getastet.
Ja was brauch der Mensch mehr.

Als ich meinem Ex davon erzählte, begleitete er mich sogar zur Frauenärztin und machte mir einen Termin beim Radiologen und dort bekam ich noch am selben Tag einen Termin dank seiner Exfreundin die dort arbeitete.
Der Radiologe allerdings war zum in die Tonne kloppen. So null Einfühlungsvermögen. Gar kein Vergleich mit heute. Gab mir dann die Unterlagen mit und schrieb auf die Folie Op und machte drei Ausrufezeichen.
Also wieder zurück zu meiner Frauenärztin das ganze „Drama“ besprechen.
In meinem Kopf hämmerte es nur so.  „Ich muss sterben ich habe Krebs“ Logik war ganz dezent ausgeschaltet.
Meine Ärztin wollte mich noch dazu bewegen wenigstens eine Stanzbiopsie zu machen worauf ich nur antwortete „Ich komm grad aus dem Krankenhaus, ich geh nicht schon wieder.“

Hier muss ich erwähnen das mein über alles geliebter Opa innerhalb von neun Wochen nach Diagnose tot war.
Bei einigen meiner Verwandten verhielt es sich ähnlich.

Damit war die Sache für mich erledigt und die Verdrängung setzte ein.
Ich hatte keine Beschwerden, machte Sport, viel Sport und mir ging es gut. Irgendwann sah ich das sich meine Brust veränderte. Sie wurde kleiner und fing unterhalb bisschen an zu nässen. Das ganze ging wieder über ein paar Jahre. Musste dann mit meinem geliebten Sport aufhören.

Sollte vielleicht dem einen oder anderen jetzt in den Sinn kommen: 'War ihr nicht klar...'

Jaaaaaaa... war und bin kein Dummerchen. Nur gut in Verdrängung.

Vor zwei Jahren. Fing dann auch langsam bei mir das Umdenken an.
„Ich sollte so langsam wirklich mal“
Da bei mir der Krebs also langsam die Brust „aufgefressen“ hat wurde diese also immer kleiner.
Aber ganz so optimal verlief es dennoch nicht. Denn meine Oma und meine große Tochter wechselten sich mit Krankenhaus besuchen ab. Also wurde das ganze wieder geschoben.
Nebenbei war ich noch hier hilfsbereit und dort.
Aber die sorge um die Familie war größer als die eigene Gesundheit.
Blöd ich weiß.

Im Sommer letzten Jahres kamen dann die ersten Beschwerden dazu. Die ersten Lymphdrüsen und mein Oberarm schwollen leicht an.
Zum Ende des Jahres 2013. Wurde aus der leichten Schwellung eine Wanderschwellung. Die mal bis zum Ellenbogen ging und dann wieder zurück bis in den Latissmus. Unangenehm aber aushaltbar.
Heute weiß ich das es Lymphflüssigkeit war/ist.

Wie gesagt ich freundete mich so langsam mit dem Gedanken an. Chemo + Nebenwirkungen, Brustamputation, Bestrahlung und auf einmal war alles nicht mehr so schlimm. Denn so langsam setzte der Überlebenswille ein. Muss ich heute so sagen.
Als kleines Vorbild sah ich auch eine Freundin die ebenfalls an Brustkrebs erkrankte und den Krebs so kam es einem zumindest manchmal fast vor trotz Haarfreien Kopfes einfach weglächelte.

Oh Gott dieses lächeln.......der Hammer....

Aber jetzt war ich bereit auch in den Kampf zu ziehen.
Habe für mich entschlossen aber noch Fasching 2014 mit zunehmen und wollte am 10. März 2014 dann zu meinem Hausarzt und mir die Überweisung für das Krankenhaus holen.


Aber wie es bei mir fast normal ist, kam es anders.........

AHB Tag 5+6

18. und 19 Oktober 2014
die beiden Tage fasse ich mal zusammen es war ja Wochenende und Therapien standen ja nicht auf dem Plan.



Samstag und Sonntag waren ganz dem Sightseeing gewidmet.
Der die erste Station sollte eigentlich der hohe Meißner werden, der hüllte sich allerdings stur in eine dicke Nebelhülle und so habe ich die „olle“ Frau Holle nur sehr diesig an ihrem Teich fotografieren können.
So ging es weiter durch die kleinen Dörfer bis wir in Rothenburg an der fulda angekommen sind das Wetter war jetzt endlich wieder schick uns schön sprich sonnig. Städtchen für schön befunden eine Kleinigkeit gegessen und weiter gings nach Kassel.

Dirk konnte Autofahren und ich habe das aus dem Fenster sehen genossen. Ich mag mein Beifahrerdasein sehr, hat sich somit perfekt ergänzt.
Das was sich so überhaupt nicht perfekt ergänzt hat, war der unterschiedliche Musikgeschmack. Von Pur bis Schlager ist so seine Schiene.
Ich höre Hip-Hop.
Ach und singen kann er auch nicht!
Ich persönlich würde nichts krächzen wenn ich jemand „fremden“ im Auto hätte aber so wie er mit geträllert hat war er wohl voll von sich überzeugt.
Ich lasse ihm seinen glauben und ertrage es stoisch. :) Man der kann froh sein das ich ihn mag. :)

In Kassel dann ging es auf den Herkules.
Schade dass das meiste davon in eine Hülle gepackt war und so gar nicht mehr schick aussah. Nen tollen Bobbes hat er aber dennoch :)
Aber auch hier war die Aussicht sehr diesig. Naja man kann nicht alles haben.
So fuhren wir am Abend wieder zurück Richtung Heimat Bad Sooden/Allendorf.


Der Sonntag war ähnlich voll gepackt.
Erst waren wir auf Burg Hainburg. Mich erstaunt es immer wieder wie viel Burgen es dort gibt, man könnte fast sagen an jeder Ecke. :)
Und wenn es nach mir gegangen wäre, wären wir auch auf jeder gewesen. Aber ich war ja nicht der Fahrer.




Da wir aber immer über Landstraße gefahren sind bin ich eigentlich entschädigt worden. Ich mag diese kleinen Dörfer einfach.
Das ist eben oft der Nachteil wenn man zu zweit oder mit mehreren Unterwegs ist.
Weiter ging es durch Dörfer jetzt sollte es zu einem Kriegerdenkmal gehen wo sein Onkel begraben ist. Hier hab ich den Ortsnamen vergessen.
Da dies an alter Friedhof war, war meine Neugierde eigentlich schon geweckt, außerdem wollte ich nicht schon wieder gleich fahren. So schlenderten wir die noch vereinzelten Grabstätten ab.

Aber auch hier sollten wir nicht ewig verweilen, denn Dirk wollte noch in den Harz. Ja er fährt wirklich Leidenschaftlich gern Auto. :)
Die Strecken die wir gefahren sind waren wirklich traumhaft schön. Vor allem so ohne Autobahn. Kein Raser, kein Stress. Nüx.
Die bunten Blätter taten ihr übriges. Einfach schön.

Als wir an einem Strassenschild vorbeifuhren Bad Harzburg 35km, musste ich grinsen. Da wohnte mal jemand den vor einer gefühlten Ewigkeit kennen gelernt habe und wir Nächte am Telefon verbracht haben, nur persönlich haben wir uns nie gesehen. Dank Facebook haben wir jetzt wieder kontakt. Eine tolle Zeit, eine tolle Erinnerung (bei der ich auch jetzt wieder lächeln muss)
Dirk erklärte mir das wir nach Wernigerode fahren und das sein Vater dort herkomme und das er dort eben auch einen Teil seiner Kindheit verbrachte. Ich fragte nur „ist es da schön?“ und grinste, er grinste zurück und meinte „dir wird es gefallen, dort gibt es ein Schloss“ mehr wollte ich gar nicht wissen. Und glotze weiter zufrieden aus dem Fenster.

Und dann knallte es.

Ein Unfall

Dirk achtete auf den Verkehr da wir rechts abbiegen mussten und dort gibt es Sonntags jede menge Motorradfahrer, meine Wenigkeit träumte auch zur rechten Seite raus, weil da ein Flüsschen war.
Dirk fuhr an. Bremste aber als er den Motorradfahrer sah und 8-10 Sekunden später rumste uns der BMW fahrer hinten rein.
Da hat der Möchtegern M5 (ich mag Leute nicht die sich das aufs Auto kleben, ich erkenn ne M Version immer) gepennt.
Und während wir auf die Polizei warteten (dauerte über ne Stunde denn die kamen aus Wernigrode), weil es Dirks Firmenwagen war. Beobachtete ich Motorradfahrer, noch mehr Motorradfahrer :) und auf einmal kamen ein M3 und direkt hinten dran ein M5 angerauscht.
Ich so: „uuuuoah, guck mal zwei echte M's, nit so wie der da.“ was ich nicht so leise von mir gab.
Ja manchmal kann ich bissl böse sein. :)
Nachdem alles mit der Polizei geklärt war, konnten wir endlich wieder unsere kleine Reise aufnehmen.

Um 17 Uhr kamen wir denn endlich in Wernigerode an und jetzt erst mal Kaffee und ein Stück Torte. Dieses Café  total schnuckelig mit einer doch etwas größeren Tortenauswahl als gedacht. Da ich keine Lust hatte lang zu überlegen nahm ich die gleiche die Dirk sich ausgesucht hatte, mir ollen Kaffeetante war erst mal das Koffein wichtig. Aber die Torte ein Traum. Irgendwas mit Birne. Und sooo lecker. Hab dann entschieden das Dirk in Zukunft immer die Torten aussucht :)

Wir schlenderten durch die Stadt. Der Möchtegern M5 Fahrer hat blöderweise viel Zeit gekostet. Und so mussten wir uns dann auch langsam wieder auf den Rückweg machen.
Diesmal entschied Dirk sich aber für die Autobahn, wobei bis wir auf der Autobahn waren auch wieder ne Stunde verging. Da es aber nun stockefinster war, war es mir wurscht. :)

So ging ein Aufregendes Wochenende zu ende. So viele Eindrücke. Soviel schöne Orte, Häuser,Wälder.
Das Wort schön war an diesem Wochenende unser Lieblingswort. Wie wir irgendwann grinsend feststellten.

Oben auf dem Zimmer nur noch ausziehen Fernseher an, Bett. Schlafen. :)
Echt schön

Ca Verdacht bei Ommsen

Ich hatte eine Scheiss angst


In der vergangenen woche ging es bei mir mehr drunter wie drüber. Was so ein Ca Verdacht an Gefühlen auslösen kann und dabei ging es „nur“ um meine Oma. Für mich war es der blanke Horror was man alles an möglichkeiten durchspielt, unbegreifbar.
Ich musst ja alle drei Monaten zur Nachuntersuchung nur da bin ich immer die ruhe selbst und kenne das so überhaupt nicht. Das letzte mal als ich so unruhig war, hieß es bei mir wir machen bei ihnen eine Rippenresuktion. Drei Rippenstücke sollten entfernt werden (so mitten raus), ja da war ich von der Rolle aber auch nicht lange. 

Aber zurück zu Ommsen.
Die gute mit ihren 76 Jahren kämpft schon recht lange mit Entzündungen im Mundraum. Entzündung kam und ging wieder. Die Abstände wurden kürzer und meine Oma ist mehr wie nur einmal zum Arzt gegangen. Vom Hausarzt, Zahnarzt bis zur Hals- Nasen- Ohren Ärztin  Sie bekam verschiedene Mundspülungen verschrieben aber nichts hat wirklich geholfen und keiner hatte wirklich Ahnung. Toll,ne.
Jetzt hat sie vor zwei Wochen ihren Hautarzt aufgesucht, genau ihr habt richtig gelesen HAUTARZT, warum weiß ich gar nicht mehr. Aber eben dieser hat sich noch mal nach Omas Mund erkundigt wusste ja wie lang sie schon damit zu kämpfen hatte, hat sich das ganze Desaster angehört, angeschaut und sich der Sache angenommen.

Was stand zum Schluss auf dem Überweisungsschein Verdacht auf Plattenepithel Ca

Jau ich hab Augen gemacht. Krebs mei Ommsen, sie ist alt,ok, wir sind uns nicht immer ganz grün,ok aber auch krank, nicht ok so überhaupt nicht ok.
Ich beruhigte mich damit das ja noch nichts feststand ohne Gewebeprobe ist es eben nur ein Verdacht.
Mein Ommsen so zu mir: „was heißt das?“ was sag ich ihr? Wobei ich glaube sie wollte nur wissen inwieweit ich Bescheid wusste, denn meine Oma gehört schon zu den Menschen die alles genau nachfragen.
Ich meinte nur zu ihr. Dass das mit ihrer Arthrose (hat auch ihr Hautarzt raus gefunden, ich finde den Typ echt genial)  eventuell das harmloseste war.

Am 14.November hatte sie dann den Abstrich von der einen Wangenseite und Entfernung von tumorösem Gewebe auf der anderen Seite. Dann hieß es auf den Befund warten am 21. November war dann Befundbesprechung, meine Info war 10:00 und ich hab mich schon einen Tag vorher entschieden Rechtzeitig bei uns im Krankenhaus zu sein um meine Oma seelisch zu Unterstützen. So war mein Plan in der Theorie.
Ich war also um kurz nach neun da. Die Nacht kaum geschlafen und, ja und geweint. Was der Kopf so anstellen kann ist mir immer noch unbegreifbar. 

So saß ich in der Eingangshalle in unserem Krankenhaus mit meinem Strickzeug in der Hand und wartete auf Ommsen. Ich strickte an diesem Tag ziemlich hektisch.
Um kurz vor 10 (eigentlich pünktlich) kam sie ums eck gewackelt. Jacke geschnappt, Taschen geschnappt. Let's go

Das leicht verdutzte Gesicht von meiner Oma, herrlich.
„was machst du denn hier“
„Na dich begleiten...“ mehr konnte ich nicht sagen, da fiel sie mir nämlich ins Wort.
„Nein schon vorbei“

HÄH?Wie jetzt vorbei?
Mein dümmliches Gesicht könnt ihr sicherlich vorstellen. :) „Der Termin war schon um 9 Uhr, ich hab mich vertan“ ok kann passieren „uuuuund“
alles gut.
Ommsens Arztbrief gelesen, noch mal und noch mal und da stand nix negatives. *PUH *
Das ganze haben wir natürlich mit einer Flasche Sekt gefeiert.

Die Schutzengel haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet :)

Nur wenn ich daran denke das einige meiner Freunde sich alle drei Monate so verrückt machen wird mir echt übel und ich überlege wie ihnen das irgendwie erleichtern kann, ich meine wenn ich das kann, könnten sie das doch vielleicht auch.
das nimmt mich immer bissl mit

Manchmal erlebt man komische Sachen im Krankenhaus

Gebrauchsanweisung lesen hilft


*hachja *
Einmal im Monat muss ich mir ja meine Monsterwechseljahrespritze geben lassen. Heute war es mal wieder soweit. bis jetzt war es immer so das Ärzte wie auch die Schwestern das Ding erst mal mit großen Augen angeschaut haben. Das allein schon reicht um bei mir allgemeine Erheiterung auszulösen.
Die haben wohl nicht allzu oft mit Depotspritzen zu tun. Bzw. nicht jede hat das gleiche Prinzip. Zwecks Sicherung oder wie das heisst.

Naja zum Glück gibt es ja bei sowas auch Gebrauchsanweisungen, die meistens auch gelesen werden. Wie gesagt meistens, heute nicht. :)
Ich also hoch bei uns in die Chemoambulanz ich wedel mit meinem Karton bei Schwester 1 vor dem Gesicht rum. „Hallo ich bin Frau D. Heute soll ich meine Zoladexspritze bekommen.“
Deshalb war ich Freitags ja schon da um mich vorher zu erkundigen wann ich am 24. da aufschlagen kann.
Schwester1 so warten sie mal auf Schwester 2. Auf Schwester 2 musste ich nicht lange warten. Iich noch mal wiederholt was ich wollte. Da guckt die mich an und meint. „Diese Woche?“ Mir lag auf der Zunge nein in zwei, ich setz mich solang hier hin und warte solange, hab ich mir allerdings verkniffen.  Sie dann so gehen sie mal zu Schwester 1 ob sie einen Moment Zeit hat und das machen kann.
Das mit der Spritze dauert max. 2 Minuten. Ausziehen kann ich mich allein und auspacken und mir in den Oberschenkel müssen die. Da muss nichts aufgezogen werden, des Ding ist fix und fertig.

Ich also wieder zu Schwester1, sie schleppt mich mit in ein kleines Räumchen. Ich lass schon mal die Hose runter, sie packt die spritze aus.
Das Ding hat eine Gebrauchsanweisung. Gebrauchsanweisung. :)

Brauchte diese Schwester natürlich nicht. Sie nuschelt noch in den Po geht schwer und tut weh und große Spritze. Ich meine das ist ja nicht meine erste und ich will meine immer in den Oberschenkel und da werde ich auch immer so merkwürdig angesehen aber ob in den Bauch oder Po oder Oberschenkel wirken tut sie ja trotzdem.
Wie gesagt ohne sich die Gebrauchsanweisung mal anzuschauen drückt  mir die gute die Spritze in den Oberschenkel und wundert sich warum deren Inhalt sich nicht raus drücken lässt.
Dass das Ding ne Sicherung hat die man vorher einfach entfernt, was sie auch gewusst hätte, wenn sie eben die Gebrauchsanweisung sich angeschaut hätte. Sind auch Bilder drauf. Also egal wie es ist gut geschrieben. :)
Ich grinse mir einen zurecht und meine zu ihr das da ne Sicherung ist die erst ab muss und das eigentlich zuerst. So stand ich da mit runter gelassener Hose und einer Spritze im Bein.
Mir tat Schwester1 schon bissl Leid. Sie fragte mich die ganze Zeit „geht’s noch.“
Ja logisch ich stehe hier zwar rum mit einer Spritze im Bein aber weh tut es nicht. Jetzt rief Schwester1 Schwester3 die ihren nicht mehr ganz so jungen Astralkörper in das kleine Räumchen schob Und siehe da. Zack die Sicherung war ab und das Zeug konnte ungehindert in den Körper gedrückt werden und die Monsterspritze konnte endlich aus meinem Bein gezogen werden. Schwester1 hat sich dann noch ein paar mal bei mir entschuldigt. Ich meinte zu ihr „ Es ist doch alles gut, es tat doch nicht weh.“ Was ja auch gestimmt hat, denn trotz dass die Kanüle so groß ist, tut es nicht weh.
Hose hoch und fertig für die nächsten 4 Wochen.

Manchmal muss man als Patient Kerngesund sein :)

AHB Tag 4

Ein hoch auf löslichen Kaffee


Mein Tag startet meist zwischen 4 und 5 Uhr morgens, ich weiß eine schreckliche Zeit, finde ich auch wenn ich aber nun mal zu diesen Zeiten die Äuglein aufreiße ist es nicht ändern gehöre nicht zu den Menschen die sich dann noch mal umdrehen können um dann gemütlich weiter zu schlafen.
Also raus, ans Fenster. Alles noch da Sooden und Allendorf schlummern noch selig, Unter die Dusche, anziehen.

Therapiebeginn um sagenhaften 7:15 und das ohne Frühstück, durch die Thermoskanne hatte ich noch vom Vorabend heißes Wasser. Tasse löffel Löslichen Kaffee rein und geniessen, denn ich ohne Kaffee und soll schon etwas machen, ist Worstcase. :)